Die Leibrente ist ein Geschäft mit Zukunft

Ein Interview mit Monika Ruhland

Monika Ruhland setzt als Kooperationspartnerin der Deutschen Leibrente weiterhin auf Kundenveranstaltungen. Im Interview verrät die Immobilienwirtin, worauf sie in Zeiten von Corona achtet und welche Zukunftsaussichten sie diesem Modell der Altersfinanzierung einräumt.

Frau Ruhland, Ihre Kundenveranstaltung im August verlief trotz geltender Corona-Beschränkungen sehr erfolgreich. Hatten die eingeladenen Teilnehmer keine Vorbehalte?

Natürlich musste ich mich auf diese Situation einstellen und zum Beispiel auf den Mindestabstand oder die Hygieneregeln eingehen. Das bedarf gründlicher Planung, ist aber machbar. Von meinen Kunden bekam ich ein positives Feedback, coronabedingte Absagen erhielt ich nicht. Was mir jedoch Sorgen bereitete: Die Veranstaltung fiel auf den 12. August, einer der heißesten Tage diesen Sommer mit über 30 Grad. Obwohl viele Teilnehmer schon die 70 überschritten hatten, sind dennoch die meisten gekommen. Von 25 Zusagen sind schlussendlich 16 erschienen – das ist eine gute Quote. Mein Fazit: Auch in der aktuellen Zeit sind Events dieser Art wichtig und umsetzbar. Ich bin jetzt in der Nachbearbeitung der Veranstaltung und stehe mit vier Teilnehmern bereits in individuellen, direkten Beratungsgesprächen. Ähnliche Kundenveranstaltungen werde ich deshalb auch in Zukunft planen und umsetzen.

Welche Tipps haben Sie für eine erfolgreiche Kundenveranstaltung?

Die Veranstaltung fand in einem Ort mit knapp 8000 Einwohnern statt. Ich selbst stamme aus der Region um Saarlouis und bin hier verwurzelt. In der Zielgruppe ist diese Nähe von Vorteil, allerdings darf der Rahmen auch nicht zu eng gesteckt sein. So kamen zum Beispiel nur zwei der Teilnehmer direkt aus dem Ort, alle anderen sind aus dem Umkreis hergefahren. Der Grund dafür: Viele Menschen scheuen sich, ein Event zur Leibrente direkt am Wohnort zu besuchen, weil andere Leute im Ort vielleicht glauben könnten, man sei finanziell nicht solide aufgestellt. Ich habe deshalb dem Saalvermieter Info-Material dagelassen. Er spricht die Leute jetzt direkt an und gibt ihnen meine Flyer.

Welche Werbemaßnahmen setzten Sie um?

Wichtig ist, frühzeitig zu beginnen und die einzelnen Aktionen aufeinander aufzubauen. Sechs Wochen vorher startete ich mit Anzeigen in der Regionalzeitung. Im Zwei-Wochen-Rhythmus schaltete ich immer wieder Annoncen und kündigte auch explizit die Kundenveranstaltung an. Außerdem inserierte ich im Amtsblättchen mit den Gemeindenachrichten. Hilfreich sind auch spezielle Informationsblätter, also Flyer, die ich über mein Netzwerk verteilen lasse – darüber erreiche ich eine breite Masse an interessierten Teilnehmern. Viele Menschen lesen so einen Flyer und werfen ihn nicht weg, sondern heben ihn auf. Manchmal kommt es vor, dass ich von einem Neukunden kontaktiert werde, der vor Monaten oder sogar Jahren einen Flyer von mir bekommen hat. Deshalb sage ich immer: Werbemaßnahmen und Veranstaltungen dürfen nicht nach dem kurzfristigen Erfolg bewertet werden. Die langfristigen Resultate zählen!

Für wie wichtig halten Sie das Konzept der Deutschen Leibrente?

Die Leibrente wird schon aufgrund der demografischen Entwicklung weiter an Bedeutung gewinnen. Statistisch gesehen stirbt der Mann zuerst, viele Witwen müssen – weil sie nicht berufstätig waren – mit nur 60 Prozent der vormaligen Rente auskommen. Gleichzeitig fällt aber auch die Arbeitskraft des Mannes weg, der vorher vielleicht kleinere Reparaturen am Haus selbst vorgenommen hat. Die Frau muss dann mit weniger Geld höhere Ausgaben stemmen – dass ist ohne zusätzliche Einnahmen, wie zum Beispiel der Leibrente, häufig nicht möglich. Aus meinem eigenen Kundenstamm weiß ich auch von Fällen, bei denen die Kinder bereits eine eigene Immobilie besitzen oder kein Interesse am Haus der Eltern haben. Über die Leibrente kann in so einer Situation schon frühzeitig alles geregelt werden. Deshalb ist für mich klar: Als Kooperationspartner der Deutschen Leibrente werde ich weiterhin Veranstaltungen planen und die Werbetrommel rühren – weil es in Coronazeiten und darüber hinaus ein Geschäft mit Zukunft ist.

Über den Autor

Monika Ruhland

Immobilienwirtin (WAF)

Monika Ruhland, Autor dieses Artikels

Monika Ruhland

Immobilienwirtin (WAF)

Monika Ruhland ist seit 2011 Immobilienmakler (IHK) und seit 2014 Immobilienwirtin WAF. Mit Ihrer sympathischen Art und langjährigen Erfahrung in der Immobilienbranche berät Sie Ihre Kunden fundiert und praxisnah in allen Bereichen der Immobilienvermarktung. Und das so erfolgreich, dass Sie Mitglied der RE/MAX Hall of Fame ist. Sie ist dafür bekannt, für ihre Kunden den besten Preis am Markt zu erzielen.