Wenn der Rasen einen Sonnenbrand hat

So wird ihr Gartengrün wieder gesund, dicht und saftig.

Hat Ihr Rasen zu viel Sonne erwischt und zeigt eine gelbbräunliche Farbe, dann liegt das eventuell daran, dass er zu radikal gekürzt wurde. Die schlechte Nachricht für faule Gärtner: Im Sommer lieber häufig mähen, aber nur wenig abschneiden. Denn höhere Halme sind resistenter gegen Trockenheit und nehmen Mineralstoff e besser auf.

Kurze Grashalme sind anfällig für Sonneneinstrahlung und verbrennen leicht, was dann an besonders sonnigen Stellen zu Kahlstellen führen kann. „Besonders nach dem Urlaub bzw. nach längerer Abwesenheit sollte man das Gras nicht zu kurz zu schneiden“, rät Rasenexperte Christian Engelmann. „Gehen Sie lieber schrittweise vor und stellen Sie die Schnitthöhe des Mähers beim ersten Mähen auf acht Zentimeter und erst beim zweiten Mal auf die gewohnten vier bis fünf Zentimeter.“

Die Frische-Kur.

Ist der Rasen verbrannt, hilft eine Notfall-Kur: Warten Sie den nächsten kräftigen Regen ab, mähen Sie, sobald das Gras wieder trocken ist und gönnen Sie Ihrem Gartengrün dann eine Düngekur. Optimalerweise benutzen Sie einen Streuwagen, damit der Dünger schön gleichmäßig verteilt wird. So kann die Rasendecke sich regenerieren und wächst bald wieder kräftiger als das Unkraut – besser ist es allerdings, Sie stechen Hahnenfuß, Klee & Co vor der Kur aus.

Wichtig: Verwenden Sie im Spätsommer oder im frühen Herbst nur noch kaliumbetonten und stickstoffreduzierten Dünger, denn der kann ihren Rasen sicher und gesund durch den Winter bringen.

Wasser ist das A und O.

Während frisch gesäte Samen leicht austrocknen und darum mehrmals täglich ein bis drei Liter Wasser pro Quadratmeter brauchen, genügen einem ausgewachsenen Rasen zwei bis drei Bewässerung pro Woche.

Mehren sich die trockenen Sommer, könnte das Wasser auch in Deutschland knapp werden, warnte jüngst das Umweltbundesamt. Doch auch wenn das Wasser nicht zur umkämpften Ressource wird, lohnt es sich, mit dem Trinkwasser sparsam umzugehen. Beim Rasensprengen hilft eine einfache Methode, um festzustellen, ob der Rasen ausreichend gewässert ist: Dazu brauchen Sie nur ein Trink oder Marmeladenglas, das Sie auf den Rasen stellen, sobald Sie den Sprenger aufdrehen. Wenn das Gefäß zwei bis drei Zentimeter gefüllt ist, haben die Graswurzeln genügend Wasser bekommen.

Wenn möglich, sollte man den Garten frühmorgens wässern. Denn ist der Boden abends noch zu aufgeheizt von der Sonne, verdunstet ein Teil des Gießwassers und der Rasen bleibt durstig.

Über den Autor

Sascha Wallerich

Immobilienmakler

Sascha Wallerich, Autor dieses Artikels

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